Wie kommt das Rote Meer zu seinem Namen?

 

 

Gleich mehrere Erklärungen gibt es dafür, woher das Rote Meer seinen Namen hat. Zum einen ist hier die Blaualge heimisch, die sich in ihrer Blüte rostrot färbt. Die Algen schwimmen direkt unterhalb der Wasseroberfläche und lassen so das Wasser rötlich schimmern. Doch diese Algenblüte kommt eher selten und unregelmäßig vor.

 

Denkbar ist auch, dass phönizische Seefahrer dem Roten Meer wegen der roten Felsen an der Küste diesen Namen gaben: Das Gestein enthält hier Eisenoxid, das für eine rötliche Färbung verantwortlich ist.

 

Iranische Seefahrer wiederum benannten üblicherweise die Himmelsrichtungen nach Farben. Rot stand für Süden – und das Rote Meer lag aus iranischer Sicht im Süden. Ein weiterer Erklärungsansatz sieht die Himjaren als Namensgeber. Das Königreich Himjar lag vor rund 2000 Jahren im Gebiet des heutigen Jemen am Roten Meer. Sein arabischer Name soll die gleichen sprachlichen Wurzeln haben wie die arabische Bezeichnung für die Farbe Rot.

 

Wie "bauen" die Korallen ein Riff?

 

 

Die Grundbausteine für sein Kalkskelett findet der Polyp im Meerwasser. Es sind Kalzium-Ionen und Kohlendioxid. Diese beiden Stoffe werden in den skelettaufbauenden Zellen des Polypen in Kalzium-Karbonat verwandelt. Je mehr Kohlendioxid die Zooxanthellen dem Stoffkreislauf der Koralle entnehmen, desto größer ist die Produktion von Kalzium-Karbonat.

 

Auch hier zeigt sich, wie gut die Symbiose zwischen Alge und Polyp funktioniert. Die Alge nutzt das Kohlendioxid, um durch die Fotosynthese Nährstoffe für sich und den Polypen zu produzieren. Dabei hilft sie ihm gleichzeitig, sein Skelett auszubauen, das ihn und die Alge vor gefährlichen Umwelteinflüssen schützt.

 

Bislang besteht noch keine letztendliche Gewissheit darüber, wie der Polyp aus dem Kalziumkarbonat sein Kalkskelett baut. Ein Erklärungsansatz besagt, dass der Polyp Kalzium-Ionen über seine Körperzellen bis an die Grenze des schon bestehenden Kalkskelettes transportiert und auf diesem weiter aufbaut.

 

Nach einer anderen Theorie scheidet der Polyp das Kalzium-Karbonat über die Haut aus. Wenn er in der Nacht sein Kalkskelett verlässt, um vom Rand des Kalkkelches aus Nahrung zu jagen, sammelt sich nach dieser Theorie der ausgeschiedene Kalk unter ihm und verfestigt sich.

 

Ein Riff besteht jedoch nicht nur aus den Kalk-Skeletten abgestorbener Korallen. Auch Rotalgen und Moostierchen sind in der Lage, Kalk zu produzieren. Durch ihre Absonderungen werden die Kalkbehausungen abgestorbener Korallen und lose Sedimentpartikel verkittet.

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